24 -November -2017 - 06:42

Brandbekämpfung

Die Brandklassen:

Für die Auswahl der Feuerlöscher ist zu berücksichtigen, dass Feuerlöscher mit geringerem Gewicht besser in der Handhabung sind, so dass möglichst 6 kg bis max. 12 kg Feuerlöscher eingesetzt werden sollten.
Mit der EN 2 erfolgt eine Einteilung der verschiedenen Feuerlöscher in Brandklassen.



    Brandklasse A
Brände von festen Stoffen, hauptsächlich organischer Natur, welche normaler Weise unter Glutbildung verbrennen.
z.B.. Holz, Papier, Stroh, Textilien, Kunststoffe (Reifen).
Unter die Brandklasse A fallen alle festen, brennbaren Stoffe. Diese Brennen vor allem mit Glutbildung, daher muss ein Löschmittel eingesetzt werden, welches die Glut ablöscht und nicht nur die Flammen.
Das Hauptlöschmittel für diese Klasse ist Wasser. Es können aber auch Schaum- und ABC-Pulverlöscher (Glutbrandpulver) verwendet werden.



    Brandklasse B
Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen.
z.B.. Benzin, Benzol, Methanol, Aceton, Alkohol, Bitumen, Öle, Fette, Harze, Kunststoffe, Teer

Unter die Brandklasse B fallen alle flüssig oder flüssig werdenden, brennbaren Stoffe. Flüssige Stoffe sind z.B.: Benzin, Diesel, usw.
Flüssig werdende Stoffe sind z.B.: Kunststoffe wie PVC welche bei Hitzeeinwirkung schmelzen und dadurch flüssig werden.
Diese Stoffe brennen ohne Glut nur mit Flammen (es brennt an sich nicht die Flüssigkeit selbst, sondern eine Gasschicht an der Oberfläche der Flüssigkeit).
Brände der Brandklasse B dürfen keinesfalls mit Wasser gelöscht werden. Das Wasser würde verdampfen und brennende Flüssigkeitsteilchen mitreißen und es käme zu einer
schlagartigen Verpuffung des brennenden Stoffes. Für die Brandklasse B kommen nur erstickende Löschmittel wie z.B.: Schaum und CO2 sowie chemische Löschmittel wie Pulver.



    Brandklasse C
Brände von Gasen.
z.B.. Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen, Erdgas.
Unter die Brandklasse C fallen alle brennbaren Gase. Diese verbrennen nur unter Flammen ohne Glut. Löschmittel wie Wasser, Schaum und CO2 sind daher unbrauchbar.
Gasbrände lassen sich mit ihnen nicht löschen! Hauptlöschmittel für die Brände von Gasen ist Löschpulver (sowohl das universelle ABC Glutbrandpulver wie auch das BC Flammbrandpulver).
Im Normalfall sollte ein Gasbrand (wenn keine Gefahr für die Umgebung besteht) nicht abgelöscht werden, denn solange das Gas austritt, aber auch verbrennt, gilt der Gasbrand als kontrolliert.
Löscht man jetzt das Feuer ohne die Leckstelle abzudichten (oder die Leitung abzudrehen) strömt das Gas weiter aus, verbrennt aber nicht und es herrscht akute Explosionsgefahr!
Daher gilt die Regel (brennendes Gas ist kontrolliertes Gas) einen Gasbrand nach Möglichkeit (wenn keine größere Gefahr besteht) brennen lassen! Achtung,
beim abdrehen von Gas besteht die Möglichkeit, dass das Gas in der Gasleitung weiter brennt!

 


    Brandklasse D
Brände von Metallen.
z.B. Aluminium, Magnesium, Lithium, Natrium, Kalium.
Unter die Brandklasse D fallen brennbare Metalle wie: Natrium, Magnesium und Aluminium. Brände dieser Brandklasse sind zum Glück relativ selten.
Wenn es aber zu einem Metallbrand kommt, ist dieser umso schwerer zu löschen! Metalle verbrennen unter sehr hohen Temperaturen (bei weit über 1000°C).
Würde man versuchen so einen Brand mit z.B.: Wasser zu löschen, spaltet sich das aufgebrachte Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff.
Also Knallgas, welches in weiterer Folge explodieren kann! Einzig verwendbare Löschmittel für Metallbrände, sind ein spezielles Metallbrandpulver oder ganz trockener Sand.

 


    Brandklasse E
Die Brandklasse E wurde abgeschafft. Die für Brände in elektrischen Niederspannungsanlagen (bis 1000 Volt) vorgesehen war,da alle heutigen Feuerlöscher in Niederspannungsanlagen eingesetzt werden können, sofern der auf dem Feuerlöscher aufgedruckte Sicherheitsabstand eingehalten wird.

 


    Brandklasse F

Brände von Fetten.
z.b. Speiseöle und Speisefette

Unter die Brandklasse F fallen Brände von Speiseölen/-fetten (pflanzliche oder tierische Öle und Fette) in z.B. Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen.
Das besondere Verhalten der Speisefette und Speiseöle, die bisher der Brandklasse B zugeordnet waren, hat diese Neuregelung erforderlich gemacht.
Fettbrände bergen auf Grund der herrschenden Temperaturen ganz besondere Gefahren und sind relativ schwierig zu beherrschen. Bekannt ist die Gefahr der Fettexplosion bei Kontakt mit Wasser.
Bei Ablöschen eines Fettbrandes mit Kohlendioxid oder Pulver kommt es häufig zu Rückzündungen.
Aber auch Löschdecken haben sich oft als unzureichend erwiesen, da durch den Dochteffekt ein Durchbrennen der Löschdecke möglich ist. Bei Bränden der Klasse F niemals Wasser als Löschmittel verwenden.

 

 Die Handfeuerlöscher Arten:

 

Pulverlöscher   B; C; (A)

ABC-Pulver besteht überwiegend aus feinst vermahlenem Ammoniumdihydrogenphosphat und Ammoniumsulfat.
Die Löschwirkung des ABC-Löschpulvers beruht bei Flammenbränden (Brandklassen B, C, teilweise auch A) auf dem Antikatalytischen Löscheffekt,
bei Glutbränden der Brandklasse A bildet sich durch das schmelzende Löschpulver zusätzlich eine erstickende Sinterschicht auf dem heißen Brandgut.

Schaumlöscher  Bioversal A; B und F

Alle Bioversal Feuerlöscher sind optimal geeignet für

  • Brandklasse A - Brände von festen Stoffen
  • Brandklasse B - Brände von flüssigen/flüssig werdenden Stoffen
  • Brandklasse F - Brände von Ölen und Fetten Löschwirkung

Feinste Löschmitteltröpfchen mit herabgesetzter Oberflächenspannung absorbieren bei Bränden der Klasse A durch Verdampfung effektiv die für den Brennvorgang benötigte Wärme.
Brände der Brandklassen B und F werden durch einen wasserfilmbildenden, fließfähigen Schaumfilm erstickt. Siedendes Fett wird unter die Zündtemperatur gekühlt. Eine Brand- und
Rückzündungshemmung wird zusätzlich durch die Brennstoffeinkapselnde Wirkung des Bioversal Löschmittels erreicht.

Kohlendioxidlöscher  B;

Als Löschmittel wird Kohlendioxid verwendet. Durch das Ausströmen des flüssigen Kohlendioxides aus dem Druckbehälter tritt eine starke Abkühlung ein,
die je nach den gegebenen Verhältnissen so groß sein kann, dass der Gefrierpunkt des Kohlendioxides (-78,5°C) erreicht wird.
Richten Sie daher niemals einen CO2-Löscher auf Menschen oder Tiere! Kohlendioxid ist ein ausgesprochener Flammenlöscher ohne zeitlich lang andauernde Wirkung.
Er ist daher geeignet für die Bekämpfung kleiner Flüssigkeitsbrände, wie Benzin, Petroleum sowie für elektrische Anlagen und unter Druck ausströmende Gase (z.B. Propan).
Der Kohlendioxidlöscher ist nicht für Glutbrände geeignet.

 

 

Der Einsatz von Feuerlöschern:

Feuerlöscher erst am Brandherd bzw. Einsatzort betriebsbereit machen (erst wenn es wirklich brennt, nicht bei Rauchentwicklung).

Beachte:

Bei einigen Motorsportarten (z.B. Dragster) wird Methanol als Treibstoff eingesetzt. Hier kommt Wasser als Löschmittel zum Einsatz.

Da die Flammen hier nicht zu sehen sind, ist besondere Aufmerksamkeit geboten.


      

 

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