26 -April -2017 - 07:58

Rallye

Organisation:
Der Rallyeleiter ist verantwortlich für die Rallye.
Der SP-Leiter und der Sicherheitschef sind verantwortlich für die zugeteilten Sonderprüfungen.
Die Notärzte u. Rettung sind verantwortlich für verletzte Personen.
Die S-Staffel u. Feuerwehr sind verantwortlich für Löschen, Erste Hilfe, Bergen und Funk.
Der Funkposten ist verantwortlich für Weitergabe von Informationen bei Unfällen, Absicherung der Strecke, Brandbekämpfung, Erste Hilfe und Verhalten der Zuseher
Der Beobachtungposten ist verantwortlich für Absicherung der Strecke, Brandbekämpfung, Erste Hilfe, Verhalten der Zuseher
ANFORDERUNGSPROFIL (Funk-Beobachtungsposten)
Sie sind im Umgang mit Funkgeräten versiert.
Sie sind durchsetzungsstark und haben ein höfliches aber bestimmtes Auftreten.
Sie haben eine Schulung als Streckenposten absolviert.
Sie haben eine Erste Hilfe- und Feuerlöschausbildung.
Sie kennen alle Flaggensignale und die sportgesetzlichen Bestimmungen.
Sie führen ein Protokoll über alle bei ihnen vorbeigefahrenen Fahrzeuge einer Sonderprüfung.
Sie müssen jederzeit Auskunft geben können ob die Startnummer XX bei Ihnen vorbeigefahren ist oder nicht.
Die Einweisung der Streckenposten in ihre Aufgabenbereiche erfolgt bei der Einsatzbesprechung durch den SP-Leiter, seinen Stellvertreter, oder durch den Einsatzleiter der Streckenposten.

Protokolle:
Die Startliste (Durchfahrtsprotokoll) wird vom jeweiligen Einsatzleiter am Start der SP ausgefüllt.
Die Unfallmeldung wird vom zuständigen Funkposten ausgefüllt.
Das Durchfahrtsprotokoll wird vom zuständigen Funkposten ausgefüllt. Das Gelbe Flaggen Protokoll wird vom zuständigen Funkposten ausgefüllt (Uhrzeit u. alle Startnummern die die gelbe Flagge gezeigt bekommen haben).

S-Staffel, Streckenposten u. Ausrüstung:
Die S-Staffel steht immer am Start bei jeder SP Bei Einsätzen während einer SP fährt die S-Staffel immer hinter dem SP-Leiter oder Sicherheitschef in die SP ein.
Die Funkposten werden vom SP-Leiter rechtzeitig auf der SP aufgebaut, so dass sie spätestens 60 Minuten vor Eintreffen des ersten Teilnehmers arbeitsbereit sind. Der Standort ist durch einheitlich gekennzeichnete Postenschilder markiert.
Die Standorte der Hauptfunkposten sind im Road Boock festgelegt. Die Schilder stehen grundsätzlich nur RECHTS.

Ca. 100 m vorher GELB      Beim Hauptfunkposten BLAU  

Die Ausrüstung besteht aus: Funkgerät oder Handy, AUTO, gelbe Flagge, Feuerlöscher, feuerfester Overall (Warnweste), Taschenlampe, Trillerpfeife, Handschuhe und ein Zeitplan alle Protokolle, Wind-, Kälte-u. Regenschutz, sowie die benötigte Verpflegung.
Denken Sie nicht, Ihr Job als Funk- od. Beobachtungsposten ist ein Ausflug ins Grüne, verbunden mit einem „Picknick" Im Gegenteil, dies ist eine ernste Aufgabe, möglicherweise unter schlechten Bedingungen wie Kälte, Staub, Wind, Hitze, Regen, etc.
Sie müssen vor jeder Veranstaltung die sportgesetzlichen Bestimmungen, sowie die Verhaltensvorschriften studieren und sich über die bedeutenden Regelungen der Ausschreibung unbedingt informieren.
Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass Sie als einzelner Funktionär zwar nicht eine der wichtigsten Persönlichkeiten sind, aber zusammen mit Ihren Kollegen eine — wenn nicht die bedeutendste — Rolle bei dieser Veranstaltung haben.
Achten Sie darauf, dass Sie selbst in jeder Situation an einem sicheren Ort stehen und dass Sie in jedem Fall eine Fluchtmöglichkeit haben, sofern ein Auto von der Strecke abkommt.
Auf Foto und Videoaufnahmen sollten Sie während ihres Einsatzes verzichten.


!!Vor und während der Veranstaltung gilt absolutes Alkoholverbot!!


Die eigenen Fahrzeuge müssen mit genügend Sicherheitsabstand zur Strecke abgestellt werden.
Es dürfen keine Schäden an Bäumen, Büschen und Kulturen verursacht werden. Rauchen und grillen im Wald ist verboten.
Es dürfen keine Abfälle zurückgelassen werden. Absperrbänder, Pfosten, Tafeln müssen nach der Veranstaltung entfernt werden.
Absperr- und Sicherheitseinrichtungen, die beschädigt werden, sind von Ihnen schnellst möglichst zu reparieren oder wieder herzustellen.
Generell darf eine SP (Sonderprüfung) niemals und von niemandem entgegen der Fahrtrichtung befahren werden!

Flaggenzeichen:
Die Funk-und Beobachtungsposten haben nur die gelbe Flagge. Die gelbe Flagge dient dazu, die Teilnehmer auf eine Gefahr aufmerksam zu machen, welche sich im Anschluss auf der Strecke befinden kann.
Die gelbe Flagge hat folgende Bedeutung:
Geschwenkt:
Geschwindigkeit verringern — Überholverbot! Richtungswechsel oder Anhalten möglich. Strecke teilweise oder komplett blockiert.
Startnummern notieren (Gelbe Flagge Protokoll). Für alle Teilnehmer wo die gelbe Flagge gezeigt wurde, werden als neutralisiert gewertet.

Verhalten bei Unfällen, technischen Defekten usw.:
Gelbe Flaggen und Feuerlöscher griffbereit. Immer auf die Startzeit (Führenden) achten, wenn es Zeitänderungen gibt werden sie über Funk oder Handy durchgegeben.
Sollte sich in Ihrem Bereich ein Unfall ereignet haben oder ein technischer Defekt bringt ein Fahrzeug zum Stehen, die Strecke ist jedoch nicht blockiert, keine gelbe Flagge zeigen.
Gelbe Flaqqe:(egal ob geschwenkt oder nicht) Sofort die Geschwindigkeit reduzieren und mit dieser bis ans Ende der SP weiterzufahren. Deshalb werden ggf. defekte Fahrzeuge zur Seite geschoben. Die Rallye darf auf gar keinen Fall wegen Reparaturen an Fahrzeugen unterbrochen werden!

Sollte die Strecke blockiert sein und ein Passieren ist auch nicht im Schritttempo möglich, warnen Sie nachfolgende Teilnehmer durch Schwenken der gelben Flagge und deutlichen Handzeichen, damit diese jederzeit gefahrlos anhalten können.
Dieser Vorfall muss sofort dem SP-Leiter per Funk gemeldet werden. Der entscheidet, was zu veranlassen ist. Grundsätzlich ist aber das Durchkommen für die Teilnehmer anzustreben.
Ist ein Fahrzeug von der Strecke abgekommen und befindet sich neben der Strecke, ist dies kein Grund, die gelbe Flagge zu zeigen, außer es befinden sich eine oder mehrere Personen am oder im Fahrzeug.
Startnummern im Durchfahrtsprotokoll eintragen!
Sollte in Ihrem Bereich ein Fahrzeug auf oder neben der Strecke stehen-oder liegenbleiben, erinnern Sie das Team daran, das rote Warndreieck aufzustellen (ist keine gelbe Flagge notwendig).
Da bei Rallye-Veranstaltungen die Strecken- bzw. Funkposten oft nicht in Sichtweite zueinander platziert sind, sind Maßnahmen notwendig, die jedem verunfallten Fahrzeug schnellstmögliche Hilfe gewährleistet. Jedes Fahrzeugteam hat ein Bordbuch mitzuführen, das die notwendigen Streckeninformationen beinhaltet. Das Bordbuch muss, vorzugsweise auf der Rückseite, ein Rotes Kreuz oder „SOS" und ein grünes „OK"- Zeichen im Format DIN A4 (eventuell gefaltet) enthalten. Wenn ein „Rotes Kreuz" („SOS")-Schild gezeigt wird, ist es für nachfolgende Teilnehmer (Bewerber) zwingend vorgeschrieben, anzuhalten und dem um Hilfe bittenden Team zu helfen. Der Bewerber ist dafür verantwortlich, dem Verletzten zu helfen und sicherzustellen, dass die Sicherheitsdienste so schnell wie möglich mobilisiert werden. Das zuerst an der Unfallstelle ankommende Team muss anhalten und das nachfolgende Fahrzeug über alle Einzelheiten informieren.

Das nachfolgende Fahrzeug muss die folgenden Informationen zu dem nächsten Funkposten mitnehmen, der weitere Maßnahmen einzuleiten hat:

  • Startnummer des betreffenden Teams,
  • sind Teammitglieder oder Zuschauer verletzt, wenn ja, wie viele
  • sind Teammitglieder oder Zuschauer innerhalb oder außerhalb des Fahrzeuges eingeklemmt.
  • Unfallort, d.h. das am nächsten gelegene Bordbuchzeichen, Postennummer oder Kilometer

Sicherheit:
Sie als Ordner haben eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.

  • Sie beobachten die Strecke und schauen immer in die Richtung, aus der die Teilnehmer kommen, danach wohin sie fahren. Alle Vorkommnisse müssen auf Durchfahrtsprotokollen schriftlich festgehalten werden.
  • Sie müssen auch dafür sorgen, dass Zuschauer sich nicht selbst in Gefahr bringen und somit auch die Durchführung der Rallye gefährden.
  • Achten Sie dass keine Zuseher in der Sperrzone stehen (sind im Programmheft eingezeichnet). Bei Problemen mit Zuschauern immer die Polizei um Unterstützung anfordern.
  • Bedenken Sie immer Sie haben einen Auftrag zu erfüllen, der oftmals nicht mit den Interessen der Zuschauer übereinstimmt. Zuschauer sind gekommen, um möglichst nahe an der Strecke zu stehen und viel von der Rallye zu sehen. Hierbei wird oft die bestehende Gefahr unterschätzt, besonders von Kindern!
  • Sie sind für die Sicherheit zuständig und befinden sich somit im Recht. Sie vertreten die Interessen des Veranstalters. Auch wenn es nicht immer einfach ist: Bleiben Sie immer höflich —aber bestimmt!
    Folgende Aussagen sind hilfreich:
    „Ich bin für Ihre Sicherheit da, bitte gehen Sie zurück!"
    „Bitte verlassen Sie den Bereich, sonst können wir nicht starten bzw. müssen die Rallye abbrechen!"
    „Sie befinden sich in Lebensgefahr, bitte sind Sie so vernünftig und begeben sich in Sicherheit bzw. gehen Sie weiter, dort sehen Sie ohnehin viel besser!"
    „Dies ist kein Zuschauerbereich, auch wenn hier kein Sperrband angebracht ist! Bitte verlassen Sie diese Zone
    Bei sonstigen außerordentlichen Zwischenfällen, z.B. falls Anrainer ihr Anwesen verlassen oder dorthin gelangen wollen, informieren Sie bitte unverzüglich den SP-Leiter und geben erst nach Freigabe durch den SP¬Leiter die Strecke für die Anrainer frei. Die Rallye wird solange unterbrochen. Informieren Sie danach sofort wieder den SP-Leiter, dass die Strecke für die Rallye wieder frei ist.

Journalisten:
Bitte beachten Sie, dass es sich bei Personen mit Presse-Westen um ordnungsgemäß akkreditierte Journalisten handelt, die sich möglicherweise auch innerhalb der Sperrzonen aufhalten dürfen. Dennoch sollte der Aufenthalt aller Personen, einschließlich der Journalisten, in den Sperrzonen dem SP-Leiter unverzüglich gemeldet werden.
Wenn Zuschauer bei trotz gutem Zureden Ihren Anweisungen nicht folgen, sich in Gefahrenzonen befinden und diese nicht verlassen wollen: Sofort den Rallyeleiter verständigen! Die SP wird unterbrochen, und erst dann weitergefahren, wenn die Strecke wieder frei ist!

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