26 -July -2017 - 10:35

Autoslalom

Organisation:
Autoslaloms werden zum größten Teil auf Parkplätzen oder Flugplätzen gefahren. Das bedeutet, dass der Parcours komplett aufgebaut werden muss.
Auch hier muss der Veranstalter durch geeignete Maßnahmen sowohl für die Sicherheit der Fahrer, wie auch der Streckenposten und der Zuschauer sorgen.
Slalom ist ein Einzel — Zeitfahren. Bei größeren Parcours können jedoch auch mehrere Fahrzeuge gleichzeitig die Slalomstrecke befahren. Es gibt hierbei verschiedene Aufgabenstellungen:

  • Slalom um Einzelpylonen
  • Tore mit zwei Pylonen - Gasse mit 8 Toren im Abstand von je 1 m
  • Halbe oder ganze Wende
  • Der Standplatz aller Pylonen muss am Boden markiert und nummeriert sein.

Protokolle:
Der Wertungsfehler wird sofort in einer Kontrollliste erfasst.

Streckenposten und Ausrüstung:
Beim Slalom hat der an der Strecke eingesetzte Streckenposten andere Aufgaben als z.B. bei einer Rallye oder einem Rundstreckenrennen. Weil der Fahrer bestimmte Aufgaben auf der Strecke zu absolvieren hat, muss dies von den Streckenposten — hier nun als namentlich benannte Sachrichter eingesetzt — überwacht werden.
Dies verlangt eine sehr hohe Konzentrationsarbeit, denn die Sachrichtermeldungen entscheiden über Sieg oder Niederlage. Deshalb muss einerseits die Strecke, als auch das auf der Strecke befindliche Fahrzeug, sehr genau beobachtet werden.
Die Ausrüstung besteht aus:

  1. Kompletten Flaggensatz
  2. Feuerlöscher
  3. Funkgerät
  4. feuerfestem Overall
  5. Trillerpfeife
  6. Handschuhe
  7. Zeitplan
  8. Wind-, Kälte- und Regenschutz
  9. Verpflegung


Flaggenzeichen:
Grundsätzlich gelten die allgemeinen Regeln der Flaggensignalgebung im Automobilsport.
Bei einigen Slalomveranstaltungen auf größeren Parcours können jedoch auch mehrere Fahrzeuge gleichzeitig die Strecke befahren. Im Falle eines Unfalles werden hier nachfolgende Fahrzeuge durch zeigen der gelben Flagge gewarnt. Ein Abbruch des Wertungs- Trainingslaufes wird mit der roten Flagge signalisiert.

Verhalten bei Unfällen, technischen Defekten usw.:
Bei Slalomveranstaltungen werden technische Ausfälle per Handzeichen (ggf. mit der gelben Flagge) angezeigt, um nach einer Unterbrechung des Wertungs-/Trainingslaufes das Fahrzeug zu bergen.
Natürlich gilt auch hier Sichern, melden und dann versuchen, das Fahrzeug so schnell wie möglich von der Ideallinie zu bringen. Das heißt, weg von der Fahrspur an den Straßenrand oder besser in einen Seitenweg bringen.
Wenn der Lauf beendet oder durch einen Unfall oder andere Umstände unterbrochen wurde, wird nach folgendem Schema verfahren:

  • Das Fahrzeug oder die Fahrzeuge stoppen sofort.
  • Die Rennleitung kommt zum Ort des Geschehens oder gibt die Anweisung zur Rückführung.
  • Die Fahrzeuge wenden und fahren langsam zum Start zurück.
  • Im Idealfall werden die Fahrzeuge von der Rennleitung zurückgeführt.

Erst wenn das Fahrzeug zurückgeführt wurde, kann das nächste Fahrzeug starten. Dies gilt nicht bei großen Slalomkursen, bei denen sich auch mehrere Fahrzeuge gleichzeitig auf dem Parcours befinden können.
Sollte ein Fahrer einen Fahrfehler begangen haben, muss sofort und sehr schnell gehandelt werden:

  1. Der Fehler muss umgehend gemeldet und die Pylonen sofort wieder an ihren Platz gestellt werden.
  2. Der Wertungsfehler wird sofort in einer Kontrollliste erfasst.

Sicherheit:
Die Sicherheit der Streckenposten im Gefahrenbereich sollte durch Reifenpakete oder andere geeignete Maßnahmen gewährleistet sein.
Sie müssen den Parcours unter allen Umständen frei von Zuschauern halten. Im Streckenabnahmeprotokoll ist festgelegt, wo Zuschauer sein dürfen und wo Sperrzonen sind. Sie sollten dafür sorgen, dass Zuschauer sich nicht selbst in Gefahr bringen und somit auch die Durchführung der Veranstaltung gefährden.
 

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