18 -November -2017 - 22:19

Berichte & Einsätze

Sicherheitsschulung 2014

 

Zu den Bildern..........

Schulung am Sal...
Schulung am Salzburgring 2014 Schulung am Salzburgring 2014
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Einsatz bei der Formel1

 

Seit 2002 wurde in Österreich kein Formel 1 Rennen mehr gefahren.
Von 20.-22.Juni 2014 war es wieder soweit, die Königsklasse des Motorsport ist wieder zurück, am imposant renovierten Red Bull Ring in Spielberg.
Der Salzburger Streckensicherungsclub wurde auf Grund der Erfahrung und Kompetenz von der Zuständigen Österreichring Staffel-Rennstreckensicherung Zeltweg um Mithilfe gebeten und wir halfen gerne, die F1 in Österreich so sicher wie nur möglich zu machen.
Täglich 12 bis 14 Stunden Dienst waren erforderlich um den hohen Ansprüchen der Formel 1 gerecht zu werden.
Dies waren zum Beispiel FIA Track Test, Medical Car Inspektion, regelmäßige Inspektionsrunden von Charlie Whiting vor jedem freien Training, Qualifying und Rennen. Safety Car Übung mit Bernd Mayländer und, und, und.
Bei Kaiserwetter ströhmten an die 200.000 Besucher an diesem Wochenende nach Zeltweg.
Die Stimmung war sensationell und wog die anstrengenden 3 Tage voll auf, als Vettel, Ricciardo, Hamilton, Rosberg, Alonso, Massa, Button ect. bis zu zehn meter neben uns mit über 300 kmh über den Ring heizten.
Als Rahmenprogramm fuhr noch die GP2, die GP3 und der Porsche Supercup mit ihren dröhnenden Motoren, so wie einst die Formel 1, als die Motorsportwelt noch in Ordnung war.
Als kleines Zuckerl für die tadellose Arbeit wurde exclusieve für die gesammte S-Staffel (ca. 300 Personen) die Boxengasse für 45 min. geöffnet.

Anbei einige Bilder unseres Einsatzes von diesem highlight der Motorsportszene.

Autor: PD

 

Einsatz F1 Red ...
Einsatz F1 Red Bull 2014 Einsatz F1 Red Bull 2014
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Einsatz F1 Red Bull 2014 Einsatz F1 Red Bull 2014
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Einsatz F1 Red Bull 2014 Einsatz F1 Red Bull 2014
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Einsatz F1 Red Bull 2014 Einsatz F1 Red Bull 2014
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Einsatz F1 Red Bull 2014 Einsatz F1 Red Bull 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Guad is gangen, nix is gschehn"

Die Spielberg-Bilanz von Streckenposten Christian Ebner:

Welches Ecclestone-Verbot er ignoriert hat und wie sehr die Formel-1-Handschuhe stinken

Christian Ebner

Liebe Leser,
die Vorbereitungen waren abgeschlossen und nun wurde es ernst, das Rennwochenende stand vor der Tür. Der Zeitplan sieht vor, dass wir um 6:00 Uhr morgens an der Strecke stehen müssen, alle drei Tage.
Das heißt: um 4:00 Uhr aufstehen! Am Donnerstag will zusätzlich auch noch Bernd Mayländer sein Safety-Car um die Strecke treiben.
Er bekommt einen eigenen Track-Day, soll er doch im Fall der Fälle schnellstmöglich vor den Boliden herdüsen können.
Das hieß für uns: Donnerstagnachmittag Dienst auf der Strecke schieben. Schließlich sind wir für die Sicherheit aller zuständig, nicht nur für die Fahrer, auch für die Medienleute und eben auch Bernd Mayländer.
Auch bei ihm kann etwas unerwartet brechen und er fliegt ab, dann stehen wir parat. Wir, das sind an diesem Wochenende 265 Marshalls die täglich zwölf Stunden und länger auf und neben der Strecke stehen.
Nachdem Bernd die Strecke auf der letzten Rille umrundet, er sich also eingeschossen hat, gab es noch eine Safety-Car-Übung. Charlie Whiting, der berühmte FIA-Renndirektor der Formel 1, wollte das so.
Für die Jungs und Mädels an der Strecke aber Kindergeburtstag. Nichts, was nicht zu 100 Prozent sitzen würde. So kam es auch, dass nach nur drei Stunden Feierabend war und die Strecke für den Trackwalk geöffnet wurde.
Und wir staunten nicht schlecht, als von Kurve 1 hoch ein junger Mann mit breitem Grinsen spazierte. Umringt von Pressefotografen und Ingenieuren. Es war Daniel Ricciardo, der sich als einer der Ersten auf die Strecke begab.
Zu Fuß, ohne Roller oder dergleichen. Und es dauerte, bis er zu uns hinaufkam - er betrachtete die Strecke aus jedem Blickwinkel. Ich denke, mittlerweile ist er mit jedem Kieselstein und Grashalm per du.
Als er uns in Kurve 2 erreichte, bat ich um ein Autogramm. Es kommt zwar sehr oft vor, dass wir Rennfahrer am Posten haben, aber die sind dann meistens ziemlich sauer, weil sie ausgeschieden sind.
Daniel kam sofort auf uns zu und schrieb Autogramme, machte Fotos mit allen und nahm sich die Zeit für ein wenig Smalltalk.
Er entsorgte seine Bananenschale brav im Mistkübel (Nein, die wird es nicht bei einer Auktionsplattform geben!) und führte seine Streckenbesichtigung weiter fort.
Just ein paar Augenblicke später joggte Nico Rosberg den Hügel hoch. Dass wir Österreicher gute Entertainer sind, ist bekannt, deswegen haben wir ihn gleich mal angefeuert.
Er lächelte rüber und schnaufte: "Mann, hier geht es aber ordentlich hoch, habe ich gar nicht mehr so in Erinnerung!"

Jeden Morgen um 6:00 Uhr an der Strecke
Unser Shuttlebus kam und wir fuhren ins Hauptquartier, das Feierabendbier wartete. Am Freitagmorgen wollte die gesamte Mannschaft den frühen Vogel, der bekanntlich den Wurm fängt, ermorden.
Unsere Arbeitszeiten sind so schon recht ausgedehnt, aber um 6:00 Uhr morgens stand noch keiner an der Strecke. Vor allem, da es ja erst um 10:00 Uhr losgehen sollte...
Als wir unsere Posten bezogen, staunten wir nicht schlecht, als wir sahen, dass wir nicht alleine und die ersten Fans auch schon da waren! An einem Freitagmorgen war das bisher noch nie der Fall.
In Kurve 2 haben wir eine super Truppe, es gibt Kaffee und Kuchen. Geburtstagskuchen wohlgemerkt!
Manuela, die Vize-Kurvenchefin, wurde 26 Jahre alt. Zeit zum Feiern, logischerweise ohne einem Tropfen Alkohol! Schließlich geht der Zeitplan noch weitere elf Stunden.
Es ist zwar für uns Marshalls Fotografierverbot am Formel-1-Wochenende, aber so eine Geburtstagsüberraschungs-Torte muss auf Bild festgehalten werden. Sorry, Bernie!

Formel-1-Handschuhe mit speziellem Geruch
Gottlob gab es Kaffee und Kuchen noch vor der Materialausgabe, erhielten wir doch die speziellen Formel-1-Handschuhe. Nagelneu, Vollgummi, eingepudert - und sie stinken wie die Hölle!
Aber die sechseinhalb Stunden, die die Formel-1-Renner auf der Strecke verbringen an so einem Wochenende, hält man das aus. Und sie dienen ja schließlich unserer eigenen Sicherheit.
Die allmorgendliche Standeskontrolle von Charlie Whiting war rum und es ging auch schon mit dem ersten Freien Training der Formel 1 los. Es waren schon sehr viele Fans vor Ort, mehr als an einem Samstag bei der DTM.
Wir ahnten ja noch nicht, was uns am Samstag und Sonntag erwarten würde.

Soundcheck.
Ja, ich war enttäuscht. Die Speerspitze des Automobilsports war nicht lauter als mein Elektro-Rasenmäher. Ist das echt alles? Die World Rally Cars haben auch einen 1,6-Liter-Turbo.
Sogar zwei Töpfe weniger als die Sechszylinder-Motoren der Formel 1. Aber die WRC sind noch richtig laute Rennboliden. Da muss nachgebessert werden, aber bitte flott!

Ring-Gegnern gehen die Argumente aus
Selbst die Ring-Gegner, allen voran Karl Arbesser, ließen verlautbaren: "Halb so laut wie früher und etwas leiser als die DTM. Das war unspektakulär, und alle waren sich einig: Das stört uns nicht.
" Nachsatz: "Da waren die Hubschrauber der VIP-Gäste wesentlich störender und lauter".
Nach getaner Arbeit durften wir einen exklusiven Pitwalk machen, nur wir Marshalls. Und anders als sonst üblich waren alle Rolltore oben, man konnte wirklich alles ansehen, durfte fotografieren und mit den Crews sprechen.
Auch machte ich es mir am Kommandostand von Red Bull Racing gemütlich. So nahe kommt man als Formel-1-Fan nicht ran, keine Chance - ein paar Vorteile hat es also doch, wenn man seine Freizeit für den Motorsport opfert.
Die Mechaniker und Ingenieure werken sehr viel an den Fahrzeugen, die teilweise komplett zerlegt sind. Das wird eine Heidenarbeit, die wieder zusammenzubauen.

Keine größeren Unfälle bei der Formel 1
Arbeitstechnisch war an dem Wochenende für uns Marshalls nicht allzu viel zu tun. Mal ein Flügel hier, ein paar kleine Karbonteile dort, bussines as usual.
Vor allem bei den Rahmenrennen, wo es um Empfehlungen für ein Cockpit in der Königsklasse geht.
Lustig empfand ich persönlich den Porsche-Supercup. Klar, nicht das Ausscheiden des Lokalmatadors (noch dazu von der Pole gestartet) Philipp Eng, dessen Motorschaden sich bei mir angekündigt hatte.
Vielmehr aber die filigranen Abschlepphaken an der Frontstoßstange der Zuffenhausener. Leichtes anklopfen, sich kenntlich machen, so soll der Rennsport sein.
Dass da aber alleine in Turn 2 nach drei gefahrenen Runden schon fünf davon abbrachen und von uns aufgesammelt wurden - nun, ich weiß nicht, ob das im Sinne des Erfinders ist.
Wenn kein Haken dran ist, wird die Bergung schwierig und zeitaufwendig. Zeit die hinter dem Safety-Car verbracht werden müsste. Und das wollen wir ja bekanntlich nicht.

Überraschungen in Österreich an der Tagesordnung
Das Qualifying am Samstag war eine Überraschung. Lewis Hamiltons Hinterachse überbremste und er schoss mit dem Heck voran in meine Auslaufzone.
Die Menge jubelte! Nichts passiert, außer dass er Nico Rosberg, respektive dessen Quali-Zeit, mit ins Verderben gezogen hatte. Massa Pole, Bottas auf P2, welch eine faustdicke Überraschung!
Aber, wenn wir uns die WM-Läufe in Österreich ansehen, nur logisch. Bei der WTCC gab es alle drei Jahre Überraschungen, mit denen keiner gerechnet hat, warum soll es bei der Formel 1 anders sein?
Normal ist Österreich nicht, und das ist gut so.
Normal sind hier weder die Kulisse, die mich immer wieder aufs Neue beeindruckt, noch die Fans.
Als am Samstagabend die Legendenparade, die Formel-1-Rentner in deren original Rennfahrzeugen, 30 Minuten trainieren durfte, jubelte die Menge und feuerte sie an.

Vettel im Marko-BRM nicht weltmeisterlich
Sebastian Vettel selbst war auch am Start. Unplanmäßig. Er hievte Dr. Helmut Marko aus dessen Boliden und setzte sich für ein paar Runden selbst rein.
Zurechtgekommen ist er nicht mit dem Vehikel, würgte er doch jedes Mal vor mir den Motor ab. Aber seine Gesten vermittelten, dass er sichtlich Spaß hatte, ebenso wie die vielen Fans ringsum.
Als Gerhard Berger sich auf die Reifenstapel stellte - fragt mich nicht, wie er das in seinem Alter alleine geschafft hat - und den Fans zuwinkte, war der Jubel perfekt.

"Als Marshall gibt es eben doch auch Abstriche, die man machen muss."
Aber am Rennsonntag war dann so richtig die Hölle los. Menschenmassen, wohin das Auge reicht, und die Stimmung schon um 8:00 Uhr morgens phänomenal. Gänsehaut pur.
Das rot-weiß-rote Fahnenmeer, dazu unsere Nationalhymne - naja, wenn ich sie gehört hätte, da der Kamerahubschrauber genau zu dieser Zeit über meinem Kopf schwebte.
Nun, als Marshall gibt es eben doch auch Abstriche, die man machen muss.

Gut nur, dass der DVD-Rekorder das ganze Wochenende über heiß gelaufen ist und ich mir die vollen 18 Stunden Übertragung des österreichischen TV-Senders nochmal ansehen werde.
Auch als Vorbereitung. Für den Grand Prix in Österreich 2015, beim Wiedersehen mit den geruchsintensiven Formel-1-Handschuhen.

Euer Christian Ebner

Schnuppertag als Streckenposten

Wenn die Kieselsteine fliegen:  Mein Tag als Streckenposten
von Stefan Ziegler
25. Mai 2013 - 15:12 Uhr
Schnuppertag bei den Streckenposten: Redakteur Stefan Ziegler hat am Salzburgring einen Blick hinter die Kulissen einer Rennveranstaltung geworfen
Stefan Ziegler
Blick hinter die Kulissen: Stefan Ziegler als Streckenposten am Salzburgring

Und ganz plötzlich wird mir bewusst, wie gefährlich diese Nummer eigentlich ist. Für die Menschen, die abseits der Ideallinie alles dafür tun, dass Motorsport-Veranstaltungen sicher ablaufen. Dass die Beteiligten im schlimmsten Fall die nötige Hilfe bekommen. Dass der Rennbetrieb auf der Strecke so rasch wie möglich weitergehen kann. Obwohl man genau diese Menschen fast gar nicht wahrnimmt.
Es sind die Streckenposten, bei denen ich am Freitag des WTCC-Wochenendes in Österreich zu Gast sein darf. Für einen Schnuppertag hinter den Kulissen des Rennsports, um eine für mich ganz neue Perspektive kennenzulernen. Nämlich die der über 150 ehrenamtlichen Helfer vom Internationalen Streckensicherungs-Club (ISSC), die seit mittlerweile über 40 Jahren als Streckenposten aktiv sind.

2012 haben sie beim WTCC-Debüt des Salzburgrings erstmals auch die Tourenwagen-WM betreut. Und sie wurden vom Automobil-Weltverband (FIA) gleich als beste Streckenposten der WTCC-Saison geehrt. Ein Jahr danach bin ich selbst dabei, als es im "Nesselgraben" zu einer Neuauflage kommt. Ich habe die einmalige Gelegenheit, mir ein Bild davon zu machen, was es heißt, ein Streckenposten zu sein.
Alles begann im Sommer 1970
Der erste Aha-Moment lässt prompt nicht lange auf sich warten. Als ich am Donnerstagabend meine Ausrüstung für den Einsatz an der Rennstrecke erhalte, stutze ich für einen Augenblick. Feuerfester Anzug (Stückpreis: 600 Euro - nicht überall tragen die Helfer einen so hochwertigen Schutz), Handschuhe - ja, das passt. Aber ein Helm? Das Rennfahren überlasse ich doch Anderen! Noch ahne ich nicht, dass ich noch sehr froh über meinen Kopfschutz sein werde.
Zunächst aber tauche ich gemeinsam mit meinen Gastgebern in die Geschichte des ISSC und seiner Mitglieder ein. Streckenposten-Obmann Walter Scheiber jun. schildert mir in der "Zentrale" der Streckenposten, im alten Turm der Rennleitung, wie damals alles begonnen hat. 1970, als Manfred Kessler die Vereinigung der Salzburger Streckenposten gründete. Zusammen mit Jochen Rindt.
Der österreichische Rennfahrer steht kurz vor dem WM-Titelgewinn in der Formel 1, als er im August 1970 eine erste Übung mit den freiwilligen Helfern durchführt, deren Präsident er werden soll. Noch am gleichen Wochenende steigt Rindt selbst ins Auto, gewinnt am Salzburgring ein Formel-2-Rennen. Und eine Woche später ist er tot. Im Qualifying von Monza verunglückt er in der Parabolica-Kurve.
Als Streckenposten ist man Frühaufsteher
Es sind schwere Stunden für die junge Streckenposten-Mannschaft. Österreichs Kommentatoren-Legende Heinz Prüller macht sich aber für ihr Engagement stark und den Beteiligten Mut. Und sie gehen ihren Weg weiter, ab 1973 unter dem Vorsitz des späteren dreimaligen Formel-1-Champions Niki Lauda. Er ist es auch, der den Salzburgern im gleichen Jahr zu ihrem Formel-1-Debüt verhilft.

Morgenstund am "Nesselgraben": Um sieben Uhr früh ist die erste Besprechung

Auslöser dafür ist der tödliche Unfall von Roger Williamson beim Großen Preis der Niederlande in Zandvoort. Es ist eines von vielen traurigen Ereignissen, das die Geschichte des ISSC mitbestimmt, wie ich von Walter Scheiber jun. erfahre und später detailliert im Jubiläumsjournal des Klubs nachlese. Die Gefahr ist ein ständiger Begleiter der Streckenposten, beim Streben nach noch mehr Sicherheit.
Und es sind Frühaufsteher, die in Salzburg den Rennbetrieb überwachen. Am nächsten Morgen treffen wir uns schon um kurz vor sieben Uhr an der Strecke wieder. Einsatzbesprechung. Helmuth Geletiuk, der Leiter der Streckensicherung, schwört seine Mannschaft auf das bevorstehende Wochenende ein und geht mit seinen freiwilligen Helfern noch einmal den Tagesablauf durch. Ich lausche gespannt. Denn jetzt wird es ernst!
Mit dem Truck zum Einsatzort
An der Materialausgabe holen sich die Streckenposten ihre Ausrüstung ab, jeder bekommt noch eine Dose Red Bull mit auf den Weg, außerdem ein Funkgerät. Auf der Zielgeraden wartet schon der Truck, der uns auf die Positionen bringt. Mit mir auf der Laderampe des Lastwagens sitzen meine beiden neuen Kollegen, Petra und Christian. Mit ihnen werde ich den Tag bei Posten 17 verbringen, ausgangs der Fahrerlager-Kurve (wo 2012 Alain Menu und Alex MacDowall abgeflogen sind).
Dort setzt uns der Truck wenig später ab. Bepackt mit unseren Rucksäcken, den Klappstühlen und der Kühltasche stapfen wir durch das einen halben Meter tiefe Kiesbett, das die Autos bei einem Ausrutscher "abfangen" soll. Zum Glück sieht niemand außer meinen Begleiter, wie ich mich - etwas unbeholfen - über die Leitplanke schwinge. Ganz klar ausbaufähig, aber ich habe da ja auch keine Übung. Noch nicht. Die letzten Meter den leichten Hang hinauf, durch hohes und feuchtes Gras. Und wir sind da, an unserem Einsatzort.
Ich schaue mich um. Und mein Blick fällt gleich auf den FIA-Sicherheitszaun, der unsere Position von der Strecke abschirmt. Ansonsten ist da nicht viel, bis wir uns für den Tag häuslich einrichten. Mit den Dingen, die wir mitgebracht haben. Außer einer Plattform und dem kleinen Pavillon zum Schutz gegen Regen gibt es hier nicht viel. Toilette? Fehlanzeige! Ein Dixi-Klo steht aber bei den Kollegen von Posten 16 - auf der anderen Seite der Strecke.
Antreten zur Streckeninspektion
Die Aussicht ist jedenfalls beeindruckend. Dabei fahren noch nicht mal Autos. Wir müssen uns noch etwa eine Stunde gedulden, bis der Salzburgring erwacht. Langweilig wird uns aber nicht, denn es gibt viel zu tun. Zum Beispiel alsbald den Rückweg anzutreten: Die erste Streckeninspektion des Tages steht an. Also wieder rüber über die Leitplanke und in voller Montur an die weiße Linie stellen.

Perspektive an Posten 17: Sicherheitszaun und Rennstrecke - und gleich geht's los!

Ein Auto der Rennleitung, besetzt mit Streckenleitung und Funktionären, kommt kurz darauf um die langgezogene Rechtskurve. Die Insassen schauen, ob alle Helfer vor Ort und einsatzbereit sind. Sie winken uns freundlich zu, wir winken zurück. Das war's auch schon. Zurück durch das Kiesbett und über die Leitplanke. Ja, mit etwas Routine geht das schon! Das ist aber auch das Einzige, was ich schon kenne. Alles Andere ist völliges Neuland für mich.
So spitze ich die Ohren, als Christian den Funkcheck mit der Streckenleitung durchführt. Der Empfang muss stimmen, für beide Seiten. Denn im Fall der Fälle muss alles ganz schnell gehen. Deshalb ist am Funk auch Disziplin zu wahren, was Helmuth Geletiuk beim Briefing nochmals betont hat. Nur das Wichtigste geht am Salzburgring über den Äther. Wie kurz darauf das Kommando: "Das Training beginnt!"
Warum wird man eigentlich Streckenposten?
Ich bin aufgeregt, als die Motoren erklingen und die ersten Autos heranrauschen. Und das ist eine ganz andere Erfahrung als auf einer Tribüne zu sitzen und zuzusehen. Ein paar Schritte den Hang runter und die Autos kommen sogar direkt auf dich zu! Zwischen mir und den Fahrzeugen sind dann nur noch das Kiesbett und die Leitplanke. Und schon die Suzuki-Cup-Autos fetzen ordentlich um den Kurs. Mein Respekt für die Geschwindigkeit wird größer.
Während ich noch nicht so richtig weiß, ob ich jetzt den Kurvenein- oder Ausgang im Auge behalten soll, teilen sich Petra und Christian die Bereiche untereinander auf, um alles im Blick zu haben. Wie sie das schon seit Jahren tun. Der Vormittag beginnt aber recht ruhig. Ich nutze die Zeit, um meinen Kollegen erste Fragen zu stellen. Zum Beispiel die nach dem Warum: Wie kommt man denn auf die Idee, Streckenposten zu werden?
Christian muss nicht lange überlegen. "Es ist die Leidenschaft am Motorsport", sagt er. Und er schätze auch die Nähe zum Geschehen, die ihm kein Platz auf den Rängen bieten könne. Petra teilt dieses Interesse am Motorsport. Und sie ist nicht die einzige Frau, die beim ISSC an der Strecke steht und ihren Dienst tut. Das ist mir schon bei unserer morgendlichen Besprechung aufgefallen. Und ich hake nach.
Auch Frauen helfen mit als Streckenposten
Dabei erfahre ich unter anderem, dass Streckenposten nicht gleich Streckenposten ist. Ausgebildet und durch den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) geprüft sind sie alle, aber es gibt Flaggenposten, die den Rennfahrern mit Fahnen verschiedene Signale geben, und Arbeitsposten, die als Ersthelfer zum Unfallort eilen und die Rettung einleiten. Jetzt wird mir auch klar, warum wir kein Flaggenset mitgenommen haben: Station 17 ist ein Arbeitsposten.
Auch fegen gehört dazu: Petra reinigt die Ideallinie am Salzburgring.


Auch fegen gehört dazu: Hier befreit Petra die Ideallinie von etlichen Kieselsteinen...

Und Petra ist eine der wenigen Frauen, die an einer solchen Position eingesetzt werden. "Ich will halt auch zupacken", meint sie. Und dazu bekommt sie auch Gelegenheit, als ein Auto durch das Kiesbett brettert und die Ideallinie mit Kieselsteinen verunreinigt. Das Gröbste wird kurzerhand und möglichst rasch weggefegt, solange die Rennleitung den Fahrbetrieb mit der roten Flagge unterbrochen hat.
"Mein" erster Zwischenfall als Streckenposten. Und es geschah alles so verflixt schnell. "Das geht sich nicht aus", hatte Christian gesagt, als mir noch nicht einmal klar war, dass das Auto überhaupt von der Ideallinie abgekommen war. Petra und Christian duckten sich schon weg, als ich versuchte, das Geschehen zu erfassen. Und dann prasselten auch schon die Kieselsteine auf uns herab. Es klackerte am Helm.
Der Helm ist eine sinnvolle Investition...
Petra und Christian waren bereits unterwegs zum havarierten Auto, als ich überhaupt kapierte, was da binnen weniger Sekunden passiert war. Christian hat sich unterwegs vorsichtshalber den zwölf Kilogramm schweren Feuerlöscher geschnappt und sicherte die Unfallstelle, Petra überprüfte, ob der Fahrer okay ist. Ich beobachtete einfach nur. Weil mein Respekt vor all dem gerade noch viel größer geworden war. Gar keine Frage: Das sind alles eingespielte Abläufe.
"Jetzt weißt du auch, warum wir einen richtigen Helm tragen", sagt mir Christian mit einem Grinsen im Gesicht, als er nach erfolgreicher Bergung des Autos den kleinen Hang heraufkommt. Ja, jetzt weiß ich es. Und die sehr interessante Erfahrung beeindruckt mich nachhaltig. Ich bin nicht unfroh, als es eine Pause gibt und wir uns stärken können. Durch die Unterbrechung fällt die Mittagsruhe aber ein bisschen kürzer aus.
"Das sind wir gewohnt", meint Petra. Als Streckenposten musst du halt flexibel sein. Auch beim Essen. Was Warmes gibt es nur, wenn du es den ganzen Vormittag in der Sonne hast liegen lassen. Petra und Christian haben ihre Brotzeit aber in der Kühlbox verstaut und können nun aus dem Vollen schöpfen. Ich mache mich ebenfalls über mein Mitgebrachtes her. Gemeinsam genießen wir die Sonne.
Im Rennanzug schwitzt man ganz schön...
Apropos: Am kühlen Vormittag, wenn die Sonne allmählich hinter den Bergen hervorlugt und ihre erste Strahlen über den Salzburgring schickt, bist du froh, einen dreilagigen Rennoverall zu tragen. Der hält dich schön warm. Bis zu dem Punkt, an dem die Sonne regelrecht vom Himmel sticht. Ihr bist du während einer Session ausgeliefert. Und du schwitzt, was das Zeug hält - und bist dankbar für jedes laue Lüftchen...

Mittagspause auf Posten 17: Stefan (li.) und Christian genießen den Sonnenschein

So einen tollen Tag erwischt man als Streckenposten aber nicht immer. "Kann schon mal passieren, dass du einen ganzen Tag im Regen stehst", sagt Christian. Da ist dann Durchhaltewillen gefragt. Denn als Streckenposten verlässt du deine Station nicht, bis die letzte Einheit des Tages zu Ende ist. Das bedeutet an diesem Freitag für uns Drei: Posten 17 ist unser Zuhause von 8 bis 18 Uhr.
Wenigstens mangelt es nicht an Unterhaltung auf der Strecke. Und ich merke immer wieder, wie geschult die Augen sind, die neben mir über den Rennbetrieb wachen. Petra und Christian wissen dank ihrer jahrelangen Tätigkeit auf diesem Posten genau, wer die perfekte Linie hat, wessen Auto noch nicht richtig liegt, wer etwas zu mutig ist und sogar wie das Wetter wird. Und wieder einmal bin ich beeindruckt.
Wie ist es, an eine Unfallstelle zu kommen?
Auch von den Abläufen während der Trainings und wie die ISSC-Mannschaft Hand in Hand arbeitet. Als bei einem ETCC-Auto leichter Rauch aufsteigt, ist Christian zum Beispiel schon am Funk, um die Streckenleitung zu informieren. Es könnte ein Schaden sein, vielleicht läuft Öl aus. Und Vorsicht ist besser als Nachsicht. Deshalb wird auch jeder kleine Ausrutscher der Fahrer sofort gemeldet.
Ich frage nach, wie es ist, an eine Unfallstelle zu kommen. Ich selbst stelle es mir nämlich schrecklich vor. Petra und Christian haben aber bereits unzählige Rettungen vorgenommen. "Und mit der Zeit kriegst du eine gewisse Abhärtung", meinen sie. Auch wenn man sich nie wirklich an dergleichen gewöhnen kann. Das ist zumindest meine Erfahrung. Mir pocht das Herz bis zum Hals, wenn hier Einer abfliegt.
Das will natürlich niemand sehen. Auch die Streckenposten nicht. Doch wenn gar nichts passiert, übersieht man sie gern. Hand aufs Herz, liebe Leser: Nehmt Ihr die ehrenamtlichen Helfer im Hintergrund dann überhaupt wahr? Wenn wir alle ehrlich sind, wahrscheinlich nicht. Umso mehr gilt es, ihre Arbeit für den Motorsport zu würdigen. Denn ohne Streckenposten dreht sich hier buchstäblich kein Rad.
Ich muss dann mal weg...
Doch darum geht es meinen Kollegen an Posten 17 gar nicht, wie mir Christian sagt: "Der schönste Dank für unsere Arbeit ist, wenn die Fahrer sicher in der Ehrenrunde sind und uns zuwinken, wenn wir applaudieren oder die Flaggenparade machen." Und ganz nebenbei erleben die Streckenposten auch viel Interessantes an ihren Stationen. Wie zum Beispiel im vergangenen Jahr, als Menu und MacDowall fast zeitgleich vor Petra und Christian abflogen.

2012 landeten Alain Menu und Alex MacDowall bei Posten 17 im Kiesbett


"Alain setzte sich dann einfach in meinen Klappstuhl und trank mein Red Bull", berichtet Christian. Er hat es dem späteren WM-Zweiten nicht übel genommen. Mir auch nicht, als ich am Nachmittag urplötzlich ins Fahrerlager gebeten werde - zwei Stunden vor Ablauf der Schicht. Und extra für mich bricht man die "Funkstille". Ich bekomme zwischen zwei Trainings eine kleine Taxifahrt zurück zur Boxengasse.
Nachdem mein vorzeitiger Abschied besiegelt ist, suche ich meine sieben Sachen zusammen, um rechtzeitig bereit zu sein. Und ich genieße noch einmal die Perspektive, die sich mir an Station 17 bietet. Ich bedanke mich bei meinen Kollegen, die mir einen sehr spannenden Tag beschert haben. Und dann schwinge ich mich ein letztes Mal über die Leitplanke, stapfe durchs Kiesbett, steige ins Auto.
Danke für alles!
Ganz plötzlich bin ich wieder das, was ich vorher schon war: Sportredakteur. Und Reporter. Ich soll am Abend noch ein längeres Interview mit Franz Engstler führen. Das wünscht sich Eurosport für die Berichterstattung am Samstag. Die Nummer läuft. Den Salzburgring verlasse ich am Abend aber nicht, ohne meine neuen Freunde vom ISSC noch einmal zu besuchen. Beim Feierabend-Bier in ihrer "Zentrale".
Am Ende eines langen Tages treffen sich die Streckenposten gegenüber der Boxengasse, um noch einmal über die Ereignisse ihrer Einsätze zu sprechen und ein paar gesellige Minuten zu verbringen. Ich gebe meine Ausrüstung ab, den Overall, die Handschuhe und den Helm. Mein Schnuppertag ist vorbei. Auch ich schnappe mir ein Bier - und schon sind wir mittendrin in Benzingesprächen...
Was bleibt, ist für mich die Gewissheit, eine ganz neue, aber wichtige Facette des Motorsports entdeckt zu haben. Und ich kann meinen Journalisten-Kollegen und jedem Rennfahrer nur empfehlen: Macht das mal! Stellt Euch einen Tag zu den Streckenposten und schaut Euch vor Ort an, was da geleistet wird, welche Entscheidungen innerhalb von Sekunden-Bruchteilen gefällt und wie sie umgesetzt werden.
Für diese besonderen Eindrücke bin ich sehr dankbar. Dem ISSC und natürlich Petra und Christian. Für ihre Zeit, für ihre Erläuterungen und natürlich für ihre Gastfreundschaft am Salzburgring und auf Posten 17 - herzlichen Dank! Und wer sich jetzt sagt, 'Mensch, das will ich auch mal machen!', der ist beim Internationalen Streckensicherungs-Club an der richtigen Adresse. Das kann ich bestätigen.

Mein Tag als St...
Mein Tag als Streckenposten Mein Tag als Streckenposten
Mein Tag als St...
Mein Tag als Streckenposten Mein Tag als Streckenposten
Mein Tag als St...
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Mein Tag als Streckenposten Mein Tag als Streckenposten
Mein Tag als St...
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Mein Tag als St...
Mein Tag als Streckenposten Mein Tag als Streckenposten

Hochzeit am Ring

Petra Gayer und Christian Ebner


Die langjährigen ISSC-Clubmitglieder Petra Gayer und Christian Ebner hatten den Entschluss gefasst, zu heiraten. Beide sind beinahe unheilbar mit dem Virus Motorsport infiziert. So entstand die Idee, ihre Hochzeit auf der Heim-Rennstrecke Salzburgring zu feiern.
Der IGM-Salzburgring, Direktor Alexander Reiner und seine Mannschaft, fanden an diesem Vorhaben ebenfalls Gefallen und so wurde der Hochzeitstermin am 28.07.2013 festgelegt.
An diesem Sonntag fanden sich somit bei brütender Hitze um die 38°C die geladenen ca. 100 Hochzeitsgäste in der Boxengasse ein, um danach auf der Start-/Ziel-Geraden die Hochzeitszeremonie in sehr schön dekorierter Atmosphäre mitzufeiern.
Petra, die Braut, fuhr in einem weißen Nissan GTR und Christian, der Bräutigam, in einem roten Lamborghini Diablo direkt zum Start-/Ziel-Bereich gleich neben der Boxenanlage.
Nach der Hochzeitszeremonie hatten alle Gäste in ihren Privatautos die Möglichkeit, hinter den Brautleuten in ihren tollen Sportwagen einige „smarte“ Runden um die Rennstrecke zu fahren.
Das anschließende Essen beim Gasthaus Salzburgring im Fahrerlager war von Wirt Josef und seiner Mannschaft hervorragend zubereitet und organisiert.
Vom ISSC gab es als Hochzeitsgeschenk natürlich auch ein motorsportliches Geschenk in Form eines funkferngesteuerten DTM-Rennwagens. Dieser wurde auf einer maßstabgetreuen Miniatur-Rennstrecke in Form des Salzburgringes sofort getestet.
Der Brauch des „Braut-Stehlens“ wurde schließlich im Bereich des ISSC-Clubheimes abgehalten, was bis in die Dunkelheit andauerte.
Unsere eingeladenen ISSC-Clubmitglieder, die das Brautpaar mit einer kleinen Flaggen-Parade zum Traualtar geleiteten, hatten sehr viel Spaß mit dieser einzigartigen Feier und alle Clubkollegen wünschen Petra und Christian alles erdenklich Gute sowie eine schöne gemeinsame Zukunft!

Hochzeit am Rin...
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Fischereihafenrennen 2013

Seit 1952 gibt es das Fischereihafen-Rennen, einer der letzten Straßenrennkurse Deutschlands, seit über 60 Jahren an gleicher Stelle im Herzen des Fischereihafens in Bremerhaven.
Jedes Jahr zu Pfingsten werden  2,7 Kilometer Rennstrecke in unzähligen Stunden für die Rennläufe vorbereitet. Über 400 Fahrer aus zehn Nationen kämpfen vor mehr als 20.000 Zuschauern um den besten Platz auf dem Siegertreppchen.
Am Samstag den 18.5.2013 um 0:00 Uhr fuhren wir von Salzburg mit dem Bus nach Bremerhaven.
Nach dem einsammeln von weiteren Hilfskräften (Marshals Club Vorarlberg, Streckensicherung Frohburg, ect.) kamen wir nach 14 Stunden Fahrzeit bei der Jugendherberge in Bremerhaven an.
Zimmerbezug und dann gleich zum Fischereihafen um die  Rennstrecke zu Fuß zu besichtigen. Wir bekamen dabei auch gleich unsere Einsatzorte zugeteilt und Besonderheiten wie Gefahrenquellen wurden vor  Ort gleich besprochen.
Das Wetter war nass und kalt, bei Temperaturen um dir 9°. Anschließend war der restliche Nachmittag bis zum Abendessen, um 18h im Festzelt, zur freien Verfügung. Besichtigung der 4 Fahrerlager, der Händlermeile  und der Besuch bei bekannten Fahrern wie Mr. Hayabusa ect. war angesagt. Um 19h ging’s dann zurück zur Jugendherberge.
Sonntag 6h Tagwache. Frühstück essen, ausfassen der ISSC Overalls, Lunchpaket herrichten und um 7h war Abfahrt zur Rennstrecke. Beim Container der Streckensicherung bekamen wir Funkgeräte, Handschuhe und Schleppgurt. So ausgerüstet begaben wir uns zu unseren Posten. Der Lumpensammler (Abschleppauto der die Unfallmotorräder an der Strecke einsammelt) brachte uns noch Feuerlöscher, Ölbindemittel, Schaufel und Besen und somit konnte die Show beginnen. Der Sonntag war ein einsatzreicher Tag, von den 11 Freien und den 22 Zeittrainingsläufen wurden fast alle mit Red Flag beendet. Alleine auf dem Posten 3, erste Kurve nach dem Start, hatten wir 5 Motorräder aus der Schusslinie zu bringen. Posten 4 hatte 2 Unfälle ect.. Insgesamt waren 17 Stationen von Sicherungsposten über die Strecke verteilt. Alle Unfälle gingen aber an diesem Tag relativ glimpflich aus, bis auf ein paar Knochenbrüche waren alle wieder beim nächsten Start dabei. Um 18h, nach dem letzten Zeittraining ging’s zum Abendessen wieder ins Festzelt, heut gab’s Lachs oder Putenschnitzel mit Champignonsauce und gratiniertem Gemüse. Nach dem Essen ging’s wieder zurück in die Jugendherberge. Noch ein Kaffee und Süßes dann ab in die Federn, wir waren allesamt von 10 Stunden Dauereinsatz echt geschlaucht.
Pfingstmontag war Schlechtwetter angesagt, doch das Wetter hielt. Heute war Renntag. Beginn 8h. Die ersten 11 Läufe des ersten Rennens, bis 14h, kein größerer Unfall, keine Red Flag nur ab und zu die Gelbe Flagge für einen Ausrutscher. Dann der erste Lauf des 2. Rennens, Fishtown  Junior 600. Der Sprecher kündigte einen harten Fight an.
Alle Personen die an der Strecke zu tun hatten sollen besonders acht geben und alle hinter die Absperrungen  gehen. Alles begann super. Die Jungs fuhren wie die Henker und schenkten sich nichts.
In der letzten Runde des Rennens plötzlich über Funk, Red Flag, Rennabbruch. Alle fuhren in die Boxengasse dann erst mal  5-10 Min nichts. Auf einmal taucht der erste Krankenwagen auf, dann noch einer, ...mittlerweile war eine Stunde vergangen.
Dann die Stimme der Rennleitung aus den Lautsprechern, total aufgelöst und scheinbar den Tränen nahe. Es gab einen schweren Unfall, das Rennen kann unter diesen Umständen nicht weiter geführt werden.
Die Veranstaltung wurde auf der Stelle abgesagt. Er hat nicht gesagt dass jemand gestorben ist, aber es war absolute Totenstille überall, alle ca. 18.000 Besucher lauschten der Durchsage und irgendwie schien jeder zu hoffen dass er durchkommt, aber zu ahnen dass er es nicht geschafft hat.
Noch einmal 10min später der Leichenwagen auf der Strecke. Ein 21 Jähriger Fahrer mit der Startnummer 8, Moritz Rode aus Westerau hat bei ca. 180kmh kurz angebremst und die Kontrolle über das Fahrzeug verloren.
Wir packten auch unsere ganzen Sachen zusammen und trafen uns bei der Streckensicherungs Zentrale. Es war mittlerweile 17h geworden. Natürlich war die Stimmung gedrückt. Es musste dann alles frisch organisiert werden.
Abendessen, Autobus, ect. mussten vorgezogen werden. Um 20h stiegen wir dann in den Bus der uns wieder nach Hause brachte. Walter Scheiber verabschiedete uns noch alle mit dem Dank für unsere vorbildliche Leistung. Wir fuhren dann wieder in 13 Stunden, Pausen eingerechnet, Über Hannover, Kassel, Nürnberg  fuhren wir dann nach Salzburg zurück.
Ausgenommen des tragischen Unfalls( Unfälle im Rennsport sind grundsätzlich nicht auszuschließen und jeder Rennfahrer weis wass er riskiert) war es ein erfolgreiches Wochenende für den ISSC. 



Fischereihafenr...
Fischereihafenrennen Bremerhafen 2013 Fischereihafenrennen Bremerhafen 2013
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