28 -May -2017 - 14:15

Wochentags an der Rennstrecke.

Streckenposten, Helfer in der ersten Reihe.

Dieses mal: Unter der Woche an der Rennstrecke.

Heute gibt es mal einen kurzen Bericht über unsere tollen Mädels und Jungs die unter der Woche, fast täglich, ihren Dienst an der Rennstrecke verrichten. Von denen man nicht viel hört die aber das Rückgrat des ISSC Austria bilden.
Es ist Samstag, wir könnten auch jeden anderen Tag der Woche hernehmen, denn es läuft meist immer gleich ab, zur Sicherung einer Motorsport Veranstaltung werden einige Streckenposten benötigt, die ihr Wissen und ihr Know How zur Verfügung stellen um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Einsatzleiter Christian Ellmer brauchte diesmal für die Veranstaltung "Toni Mang Motorrad Fahrtraining" am Freitag und Samstag jeweils 6 Streckenposten. Einige Tage vorher wurden wir persönlich von Christian angerufen und der Termin vereinbart. Diesmal waren im Einsatz, Monika, Edi, Sigi, Sepp, Peter und Sascha. Punkt 7h waren alle in ihren feuerfesten Overalls bei der Einsatzzentrale am Salzburgring zur Stelle. Es versprach ein sonniger und vor allem trockener Tag zu werden.
Ein freundliches "guten Morgen" schallte über den Platz und mit einem Lächeln im Gesicht wurden wir gleich mal von Christian begrüßt. Man spürt sofort dass alle mit Herzblut bei der Sache sind. Nach ein paar Späßchen ging's aber an die Arbeit. Jeder wusste was er zu tun hatte. Ölbindemittel, Besen und Feuerlöscher (die natürlich auf ihre Einsatzbereitschaft überprüft wurden) ausfassen, Funkgerät übernehmen (wieder Kontrolle ob es aufgeladen, eingeschaltet und der richtige Kanal eingestellt ist), und zum Schluß noch der Flaggensatz. Anschließend ging es gleich raus auf die Rennstrecke, jeder fuhr selbständig auf seinen zugeteilten Posten. Alles wurde griffbereit aufgebaut und um Punkt 8h begann die Veranstaltung.
In 20 minütigen Turns brausten Anfänger wie Profis auf ihren Motorrädern an uns vorbei. Wir waren alle voll konzentriert und jederzeit bereit bei einem Unfall oder Ausrutscher zu reagieren, dem Verunfallten zu helfen und den nachkommenden Fahrern mit Flaggenzeichen die Gefahr anzuzeigen.
Alle Fahrer da draussen auf der Rennstrecke mit ihren Bikes und Boliden wissen dass es uns, die Streckenposten, gibt, aber den wenigsten ist bewußt, dass wir dies alles auf uns nehmen: 5h aufstehen, den ganzen Tag oder sogar das ganze Wochenende, meist alleine, bei jedem Wetter auf unseren Posten stehen und dennoch jede Sekunde handlungsbereit sein, um ihnen bei ihrem wunderbaren Hobby die bestmögliche Sicherheit zu bieten.
Aber manche wissen es, denn an diesem Tag war der 2 fache Weltmeister Troy Corse auf der Rennstrecke und spulte seine Runden in einem Höllentempo runter, plötzlich wurde er vor meinem Posten langsamer, sah zu mir rüber und grüßte mit einer Hand, Daumen nach oben. Diese Momente entschädigen für alles und ein kurzes Lächeln huscht mir über's Gesicht, danke Champ. Aber da hörte man schon wieder Christian über Funk, Schikane rot und gleich darauf Monika mit, Schikane rot verstanden. Der Turn war beendet.
4 Teams fuhren immer abwechselnd, also die nächsten standen schon in der Boxengasse und wollten raus auf die Rennstrecke. Christian meldete sich wieder über Funk, Strecke frei und es antworteten ein Streckenposten nach dem anderen,
Bridgestone frei, Nockstein frei, Posten 11 Strecke frei, Fahrerlagerkurve frei und man wartete schon auf die sympathische Stimme von Monika, und die Schikane ist frei.
Gleich darauf ertönte am Funk, Strecke wieder grün und im nächsten Moment kamen schon an die 20-30 Bikes mit über 200 km/h an einem vorbei. Bis 12h ging es ohne größere Unterbrechung in einem durch. Von 12h bis 13.30h war dann Mittagspause. Wir trafen uns alle beim Ringrestaurant zum Essen. Diesmal gab es einen Schweinsbraten mit Speckkrautsalat, ein Gedicht. Sigi und Christian hatten wie immer einige Späßchen auf Lager und so war es im Nu 13.15h und es wurde Zeit, dass wir wieder unsere Posten besetzten.
Der Nachmittag verging wie im Flug. Jeder Turn dauerte wieder 20 min., also war für Abwechslung gesorgt. Es gab auch nur wenige Ausrutscher ohne gröbere Verletzungen, meist passierten diese bei Sigi oder Stefan in den Schikanen. Die aber professionell in wenigen Minuten die Strecke wieder frei machten. Im Nu war es 18h. Der Einsatz war beendet. Wir räumten unser Posten zusammen und trafen uns anschließend im Depot um alles wieder abzugeben. Mit einem Dank an alle, von Christian Ellmer, für die tadellose Arbeit, ging ein Tag am Ring wieder zu Ende.
Etwas müde aber zufrieden über einen wunderbaren Tag ohne größere Ereignisse auf dem Salzburgring machten wir uns auf den Heimweg.
Hier nochmal ein Danke an alle Streckenposten und Einsatzleiter die unter der Woche sowie an den Wochenenden ihren Dienst an der Rennstrecke versehen und die verantwortlich sind, dass der ISSC Austria weit über die Grenzen hinaus bekannt und für die Sicherheit an den Rennstrecken steht.
Text&Bild: DP
 

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